1. Allgemein

Welche Kommunikationsziele kann ich mit der Veröffentlichung von Stellenanzeigen erreichen?

Im Kern geht es bei jeder Stellenanzeige um folgende Ziele:

  • Bekanntmachung Ihres Unternehmens bei Talenten und potenziellen Bewerbern
  • Schaffung von Aufmerksamkeit für aktuell verfügbare Jobs in Ihrem Unternehmen
  • Informationen über Anforderungen und Eckdaten der vakanten Stelle
  • Image-Aufbau als attraktiver Arbeitgeber und relevanter Wettbewerber im Markt

Welche Vorteile entstehen durch die Veröffentlichung von Online-Stellenanzeigen?

Online-Stellenanzeigen lassen sich flexibel und kontinuierlich bearbeiten und so an die Bedürfnisse potenzieller Bewerber anpassen. Zugleich ist es für Sie ohne Mehrkosten möglich eine höhere Sichtbarkeit Ihrer Anzeige zu erreichen, indem Sie und Ihre Mitarbeiter einen Link zur Stellenanzeige über verschiedene Kanäle teilen. Sie können Ihre Stellenanzeige auf Facebook, Xing, LinkedIn oder per E-Mail verbreiten und damit potenzielle Bewerber aus Ihrem privaten und beruflichen Netzwerk sowie den Netzwerken Ihrer Mitarbeiter erreichen.

Weitere Vorteile der myocobo-Veröffentlichungen:

  • Verlinkung zu weiterführenden Unternehmensinformationen
  • Direkte Bewerbung und Kontaktaufnahme für Interessenten
  • Echtzeitstatistiken über Rücklauf der Stellenanzeigen und dadurch eine bessere Erfolgskontrolle
  • Laufende Optimierung bzw. Aktualisierung

2. Struktur und Aufbau von Stellenanzeigen

Welche stilistischen Grundregeln sollte ich beachten?

Verwenden Sie den Sprachstil, der zu Ihrem Unternehmen passt
Wer „Behördensprache“ verwendet, wird auch wie eine Behörde wahrgenommen. Ein Unternehmen, das seine Bewerber duzt, entscheidet sich hingegen für einen jugendlichen Auftritt. Achten Sie also bei der Wortwahl auf das Unternehmensimage und auf Individualität. Nur so nehmen Sie die Bewerber als authentisch wahr. Während im Banken- und Behördensektor das „Du“ noch immer unüblich ist, sind im Marketing- und Medienbereich derartige Bewerberansprachen üblich.

Schreiben Sie präzise und beschränken Sie sich auf das Wesentliche
Stellenanzeigen, die zwischen 700 bis 2.000 Zeichen enthalten, ziehen durchschnittlich etwa 30 Prozent mehr Bewerber an als Anzeigen, die außerhalb dieses Rahmens liegen. Achten Sie daher auf einen gesunden Mix aus wichtigen Details zum Job und wesentlichen Informationen zum Unternehmen. Da jüngere Bewerber Stellenanzeigen zumeist am Smartphone lesen, sollten Sie sich gerade bei dieser Gruppe auf die wirklich relevanten Informationen beschränken.

Wie formuliere ich relevante Positionsbezeichnungen?

Nehmen Sie die Bewerberperspektive ein
Der Job-Titel ist das A und O jeder Stellenanzeige. Er muss die vakante Position und deren Funktion möglichst genau beschreiben, sodass sich potenzielle Bewerber ihr künftiges Einsatzgebiet exakt vorstellen können – und sich letztlich bewerben.

Sollten Sie also beispielsweise nach einem Marketing-Manager für den Social Media Bereich suchen, erreichen Sie mit dem Jobtitel „Social Media Marketing & Sales Manager“ deutlich mehr geeignete Kandidaten als mit der allgemeinen Formulierung „Marketing Manager“.

Nutzen Sie branchenübliche Bezeichnungen
Halten Sie sich an Positionsbezeichnungen, die branchenüblich, verständlich und bekannt sind, anstatt kreative Formulierungen für Ihren Job zu verwenden. Ein IT-Fachmann kann sich beispielsweise deutlich mehr unter dem Job-Titel „Frontend-Entwickler“ vorstellen als unter einem saloppen „Front-End Ninja“.

Wie lang sollte eine Positionsbezeichnung sein?

Eine Positionsbezeichnung sollte nicht länger als 65 Zeichen (inkl. Leerzeichen) sein, da sie in den meisten Job-Portalen automatisch als Seitentitel für die Google Suche dient. Ist die Positionsbezeichnung länger als 65 Zeichen, wird sie auf der Ergebnisseite der Google-Suche nicht vollständig dargestellt.

Außerdem sollten Sie in Ihrer Positionsbezeichnung nicht zu viele Sonderzeichen wie „!“ oder „*“ verwenden, da dies dazu führen kann, dass die strukturierten Daten von Google als Markup mit Spamstrukturen eingestuft werden. Zahlen und Zeichen wie „/“ oder „-“ sind hingegen in Ordnung.

Welche Bestandteile sollte die Beschreibung haben?

Beantworten Sie die 5 W-Fragen
Diese lauten:

  • Wer sind wir? (Unternehmensbeschreibung)
  • Wen suchen wir? (Stellenbeschreibung)
  • Was erwarten wir? (Anforderungsprofil)
  • Was bieten wir? (Benefits)
  • Was brauchen wir? (Unterlagen und Bewerbungsprozess)

Erklären Sie den Bewerbungsprozess
Eine gute Bewerbung ist auch eine vollständige Bewerbung. Beschreiben Sie daher im Detail alle erforderlichen Unterlagen, die ein Bewerber bei Ihnen einreichen soll. Außerdem müssen Sie angeben, wie die Unterlagen zugesendet werden sollen (E-Mail, Post).  Nennen Sie einen Termin für den Einsendeschluss sowie gegebenenfalls eine konkrete Kontaktperson für Bewerbungsunterlagen. Für maximale Transparenz auf Bewerberseite sollte gleichfalls ein Ansprechpartner für Fragen zum Prozess zur Verfügung stehen.

Was sollte das Anforderungsprofil enthalten?

Formale Qualifikationen
Hierunter fallen sämtliche Zeugnisse oder Zertifikate, die Bewerber während ihrer schulischen oder akademischen Laufbahn beziehungsweise durch Weiterbildungen erworben haben. Beispiele hierfür sind:

  • Ausbildungen
  • Studiengänge
  • Zusatzqualifikationen (Zertifikate)
  • Berufliche Erfahrungen durch Praktika, Hospitanzen oder Festanstellungen

Wie müssen Anforderungen gestaltet sein, um qualifizierte Bewerbungen zu erhalten?

Priorisieren Sie Anforderungen
Jeder Job hat eigene Stellenanforderungen, die je nach Kontext unterschiedlich gewichtet sein können. Nennen Sie die relevantesten Anforderungen für Bewerber zuerst. So können Sie innerhalb der fachlichen Voraussetzungen auch die gewünschten Soft- und Hard Skills priorisieren.

Bleiben Sie realistisch
Formulieren Sie die Anforderungen nicht zu hoch. Denn bei zu vielen und sehr hohen Anforderungen kann es sein, dass einige, grundsätzlich qualifizierte Bewerber bereits von Vornherein abgeschreckt werden.

Verzichten Sie auf Selbstverständlichkeiten
Dass Bewerber pünktlich ihren Dienst antreten oder bereit sind mit Kunden zu sprechen, sind keine Anforderungen für eine Stellenanzeige, sondern Selbstverständlichkeiten. Diese sollten Sie im Interesse Ihrer Glaubwürdigkeit und Seriosität nicht gesondert im Anforderungsprofil aufführen. Prüfen Sie daher vor jeder Stellenveröffentlichung all Ihre Anforderungen kritisch auf deren Stellenbezug.

Seien Sie präzise
Neben den eigentlichen Bewerbern lesen online oft auch Kunden und weitere Multiplikatoren der unternehmenseigenen Zielgruppen Ihre Stellenanzeigen. Was sie alle eint: eine geringe Aufmerksamkeitsspanne. Formulieren Sie deshalb Ihre Anforderungen und Benefits klar und präzise.

Wie viele Anforderungen sind sinnvoll?

Hier gibt es keine einheitliche Lösung, denn die Anzahl an Anforderungen hängt in hohem Maße mit der Komplexität und thematischen Bandbreite einer Position zusammen. Große Unternehmen geben jedoch in ihren Anzeigen zumeist zwischen drei und sechs stellenrelevante Anforderungen an.

Wie finde ich das richtige Bildmaterial?

Das Zauberwort hier lautet „Authentizität“. Grundsätzlich sind bei Stellenanzeigen nur jene Bilder geeignet, die das Unternehmen und dessen Mitarbeiter im Original abbilden. Bewerber wollen sich schließlich vorstellen können, in welchem Umfeld sie künftig arbeiten. Auch bei Aufnahmen des Unternehmensstandorts sollten Sie lediglich den tatsächlichen späteren Arbeitsort des Bewerbers abbilden. Bedenken Sie bei der Suche nach dem richtigen Motiv stets, dass das Bild dem Bewerber einen realistischen Einblick ins Unternehmen gewähren soll.

Welche Bildrechte sollte ich beachten?

Bei der Verbreitung von Bildern müssen Sie Urheber- und Nutzungsrechte sowie die Persönlichkeitsrechte der abgebildeten Personen beachten.

Das Urheberrecht schützt die Rechte am eigenen Werk. Jeder Urheber darf also selbst entscheiden, ob und wie die eigene Arbeit veröffentlicht, verbreitet oder vervielfältigt wird. Wird ein Bild ohne Zustimmung des Urhebers (Fotografen) verwendet, liegt eine Urheberrechtsverletzung vor.

Beauftragen Sie professionelle Fotografen, lassen Sie sich unbedingt die „zeitlich und räumlich uneingeschränkten Nutzungsrechte“ übertragen. Das Urheberrecht ist nicht übertragbar.

Checkliste für eine erfolgreiche Stellenanzeige

Zielgruppe

  • Haben Sie eine Bewerberzielgruppe und deren Eigenschaften identifiziert?

Inhalt

  • Haben Sie einen klaren Stellentitel, eine Stellenbeschreibung, die Anforderungen an den Bewerber, ein Unternehmensprofil sowie Adress- und Kontaktdaten und Bewerbungsfristen angegeben?
  • Haben Sie alle W-Fragen beantwortet?
  • Können potenzielle Bewerber Ihre Unterlagen online einreichen?
  • Ist Ihre Stellenanzeige nicht länger als 2.000 Zeichen?
  • Haben Sie eine Verlinkung zu Ihrem unternehmensinternen Karriereseiten hinterlegt? Bieten diese stellenrelevante Zusatzinformationen oder kann sich der Nutzer dort bewerben?

Online-Auffindbarkeit

  • Haben Sie die wesentlichen Keywords zu Ihrem Thema identifiziert?
  • Werden Ihre Keywords gesucht?
  • Haben Sie die Keywords unter „Schlagwörter“ platziert?
  • Haben Sie die relevanten Keywords und sinnverwandte Begriffe an sinnvollen Stellen im Text platziert?
  • Haben Sie qualitative Links in Ihrer Stellenanzeige platziert?

3. Optimierung für Suchmaschinen

Wie wird meine Stellenanzeigen relevant für potenzielle Bewerber?

In Ihrer Stellenanzeige geht es darum, potenzielle Bewerber über die folgenden Fragen aufzuklären:

  • Wer sind wir? (Unternehmensbeschreibung)
  • Wen suchen wir? (Stellenbeschreibung)
  • Was erwarten wir? (Anforderungsprofil)
  • Was bieten wir? (Benefits)
  • Worauf kommt es bei der Bewerbung an? (Form und Inhalte)
  • Wie funktioniert der Bewerbungsprozess?

Wie wecke ich die Aufmerksamkeit potenzieller Bewerber?

Gestalten Sie Ihre Stellenanzeige übersichtlich

Häufig entscheidet bereits die Positionsbezeichnung darüber, ob sich ein Talent angesprochen fühlt. Formulieren Sie daher eine Positionsbezeichnung, unter der sich der Bewerber ein konkretes Aufgabenfeld vorstellen und mit der er sich identifizieren kann. Verwenden Sie unbedingt branchenübliche Bezeichnungen für Ihre Stelle.

Für eine übersichtliche Struktur sollten Sie wesentliche Abschnitte Ihrer Stellenanzeige (Unternehmensbeschreibung, Stellenbeschreibung, Anforderungsprofil, Benefits, Bewerbungsformalitäten) optisch klar hervorheben, sodass sie Bewerber mit minimalem Zeitaufwand erfassen können. Verwenden Sie daher prägnante Aufzählungen mit Bulletpoints. Damit der potenzielle Bewerber den Text leicht querlesen kann, sollten die Stichpunkte nur Schlagwörter enthalten und keine langen Sätze.

Nennen Sie die wichtigsten Aspekte immer zuerst, denn mit einer steigenden Zahl an Aufzählungszeichen nimmt auch die Aufmerksamkeit der Leser ab. Ergänzend können Sie das Augenmerk der potenziellen Bewerber mit Hilfe von Fettungen und anderen Hervorhebungen gezielt auf die Schwerpunkte Ihrer Anzeige lenken.

Wie finden potenzielle Bewerber meine Stellenanzeigen online?

Die meisten Job-Recherchen beginnen heutzutage auf Google. Allerdings werden Ihre Stellenanzeigen in Suchmaschinen nur dann gefunden, wenn diese relevante Keywords zur Suche enthalten. Wer über Google sucht, landet recht schnell bei den führenden Jobbörsen, denn diese ranken hoch. Für das Ranking und die Auffindbarkeit Ihrer Stellenanzeige innerhalb von Jobbörsen sind ebenfalls die richtigen Keywords entscheidend.

So finden Sie relevante Schlagwörter

Wie finde ich Schlagwörter, die meine Zielgruppe verwendet?

So finden Sie Schlagwörter, nach denen Ihre Zielgruppe sucht:

Analysieren Sie Ihre Zielgruppe
Keywords (Schlüsselbegriffe) sind Begriffe, die von Ihrer Zielgruppe in Suchanfragen verwendet werden. Das Ziel Ihrer Keyword-Recherche ist es, diese Begriffe zu finden. Bestimmen Sie im ersten Schritt, welche Zielgruppe Sie mit Ihrer Stellenanzeige erreichen wollen. Nehmen Sie deren Perspektive ein und fragen Sie sich, nach welchen Informationen diese sucht.

So finden Sie relevante Schlagwörter
Auf Basis einer Keyword-Recherche erstellen Sie eine Liste mit den am häufigsten gesuchten Begriffen zum thematischen Umfeld Ihrer Stellenanzeige. Überlegen Sie sich, welche Keywords die Zielgruppe bei der Suche nach neuen Jobs in die Suchleiste eingibt. Prüfen Sie zudem, welche Schlagwörter bei vergleichbaren Stellenanzeigen eingesetzt werden.

Wie viele Schlagwörter sollte ich hinterlegen?

In myocobo können Sie maximal zehn Schlagwörter hinterlegen. Achten Sie darauf, dass Sie möglichst nur die relevantesten Schlüsselbegriffe zu Ihrer Stellenanzeige angeben. Nur so wird letztere von potenziellen Bewerbern bei Jobportal-Suchen gefunden. Gleichzeitig sollten Sie darauf achten, dass die von Ihnen hinterlegten Schlagwörter nicht zu allgemein sind. Andernfalls wird Ihre Stellenanzeige von unqualifizierten Bewerbern gefunden.